Zurück zu Mama, vor allem in Krisen

Zurück zu Mama

Zurück zu Mama – kennst du das nicht auch? Wann immer es dir nicht gut geht, wann immer du in Sorge bist, wann immer du jemanden als Beistand brauchst, rufst du dir Hilfe. Deine beste Freundin, deinen Partner oder deine Partnerin, eine andere vertraute Person, zu der du ein vertrauensvolles Verhältnis hast – oder deine Mutter. Du vertraust dieser Person, dass du deine momentane Situation mit ihr teilen kannst, dass sie dir hilft, dir zuhört, dich tröstet. Sie kann diese Situation vielleicht (vermutlich!) nicht für dich lösen, aber dennoch hilft es dir, jemanden an deiner Seite zu wissen, so dass du nicht alleine bist.

Auch unseren Kindern geht es so. Je kleiner sie sind, desto mehr sind sie auf unsere Hilfe angewiesen. Und desto mehr brauchen sie uns Eltern als Vertrauenspersonen in verzwickten Situationen. Wenn sie Stress haben. Wenn die Zähnchen kommen. Wenn ein Entwicklungsschub ansteht. Wenn sie eine aufregende Zeit im Kindergarten verbringen. Sie kommen dann oft kuscheln und sind auffallend anhänglich. Manchmal sogar nervig anhänglich, vor allem, wenn sie zuvor schon sehr selbstständig waren.

Back to the roots = zurück zu Mama

Unsere Kinder haben dank Attachment Parenting von Anfang an erfahren, dass wir als ihre Eltern für sie da sind, wenn sie uns brauchen. Es mag sein, dass sie älter und selbstständiger werden. Und dennoch sind wir ihre ersten Vertrauenspersonen und bleiben deshalb auch ihre Anlaufstelle, wenn sie irgendwelche Probleme haben.

Für uns als Eltern ist es manchmal (oft!) sehr schwer, herauszufinden, warum unsere Kinder gerade wieder eine anhängliche Phase haben. Warum sie uns gerade brauchen. Nicht immer ist das so klar erkennbar, wie wir uns das wünschen würden. Und klar, auch mir ist es manchmal zu viel, wenn meine Kinder mich scheinbar alle gleichzeitig brauchen. Attachment Parenting hin oder her.

Je kleiner unsere Kinder sind, desto eher sind wir als Eltern bereit, ihnen zur Seite zu stehen. Irgendwann scheint diese Bereitschaft nachzulassen. Sie sind doch schon so groß, da sollen sie sich auch so verhalten. Zumindest kommt es mir oft so vor, vor allem, wenn ich mit anderen Eltern rede, die weniger bedürfnisorientiert erziehen als ich das tat und noch tue.

In Krisen gilt: Bedingungslos unterstützen

Wichtig ist aber für uns als Erwachsene, dass wir immer (!!!) im Hinterkopf behalten, dass unsere Kinder uns brauchen und uns so sehr vertrauen, dass sie sich in Krisen egal welcher Art an uns wenden. So wie wir uns an unsere beste Freundin oder unsere Mutter wenden, wenn wir alleine nicht mehr weiter wissen. Lassen wir es zu, dass sich unsere Kinder Hilfe oder auch nur Nähe holen – selbst wenn wir nicht genau herausfinden, was ihre akute Krise gerade ist – so stärken wir damit unsere gemeinsame Bindung.

 


Dir gefällt dieser Beitrag? Dann kannst du mir ganz unkompliziert über Paypal einen Kaffee spendieren. Dazu musst du nur auf diesen Link zu Paypal klicken und schon trinke ich einen Kaffee auf dich. Danke!

Veröffentlicht von Bianka

Bianka Bensch ist Journalistin und Social Media Managerin. Sie schreibt als Mutter von drei Teenagern und leidenschaftliche Bloggerin seit 2001 über Attachment Parenting. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten draussen in der Natur.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.