TopfFit? Was ist das?

Nun ja, es ist die Methode, Deine Kinder nicht in Windeln zu stecken. Wenn ein Baby geboren wird, signalisiert es sein Ausscheidungsbedürfnis genauso wie es seine Bedürfnisse nach Essen, nach Körperkontakt und nach Schlaf signalisiert. Es ist ein normaler Teil des Säugetier-Verhaltens, das Nest sauber zu halten – ansonsten erhalten viele Krankheiten hier Nährboden. Ich weiß nicht, wann die Europäer anfingen, Kinder in Windeln zu stecken, aber die Kommunikation mit den Kindern über ihre Ausscheidungen ist die Norm in den meisten Teilen der Welt – China, Afrika und Japan. Unglücklicherweise ändert sich das, je weiter sich die westliche Kultur verbreitet. “Ausscheidungs-Kommunikation” (Sauberbleiben) beinhaltet eine Kombination aus dem Beachten der Signale des Babys, dem Im-Kopf-behalten, wann es das letzte Mal gemacht hat und wann die Viel- und Wenig-Piesel-Zeiten sind. Wenn das Baby signalisiert, bringst Du das Kind zu dem für Dich am besten geeigneten Platz (wir nutzen das Waschbecken, Gras, ein BabyBjörn-Töpfchen, Gebüsch …) und hältst das Baby unter seinen Schenkeln in eine Hockposition. So einfach geht das!

Warum? Nun, hier sind die Gründe warum, soweit ich sie sehe:

– Es ist einen Schritt näher dran an dem, wie wir uns entwickelt haben – und ich bin ein Meister darin, original Entwicklungsumgebung so genau wie möglich in unserer mechanisierten Gesellschaft zu bewahren. Ich glaube, je mehr ich tun kann, um die Entwicklung meines Sohnes näher an die Erwartung des genetischen “Lebensplanes” heranzubringen, umso höher seine Chance, ein zufriedener kleiner Kerl zu!
– Es ist eine Art, einen Attachment-Parenting-orientierten Ansatz zu verfolgen – auf das Signal “Ich muss mal” zu achten – genauso wie auf “Ich bin hungrig” oder “Ich will hochgenommen werden”.
– Es verhindert die Assoziation vom Sitzen in nassen Windeln – nasse Windeln sind WIRKLICH unkomfortabel. Sich von den Genitalien und dem Po zu distanzieren, scheint mir eine schlechte Idee zu sein! Vielleicht sogar der Anfang für sexuelle Gefühllosigkeit?
– Kein Windelausschlag…
– Das Baby hat sein eigenes Bewusstsein nicht abgeschaltet, wenn also die Zeit kommt, seine Ausscheidungsbedürfnisse selber zu übernehmen, gibt es nicht diese oft schmerzhafte Wiedereinführung des Aufpassens auf was sein Körper ihm sagt. Das ganze konventionelle Töpfchentraining-Problem passiert gar nicht, weil sie niemals gelernt haben, ihre Signale zu ignorieren.
– Menschen in den westlichen Kulturen sind die einzigen Säugetiere, die ihr Nest so lange beschmutzen – das ist nicht hygienisch, und weil sie mit dem Wissen, wie sie der Mama sagen können, dass sie müssen, auf die Welt kommen, auch nicht notwendig.
– Keine Wäsche (oder weniger) – Ich verbringe meine Zeit lieber damit, mich auf meinen Sohn zu konzentrieren und seine Signale zu lesen als an Waschmaschine und Trockner!
– Ein trockeneres Bett – unsere Windeln (die wir benutzten, bis er drei Monate alt war) machten immer immer das Bett nass!

Es ist nicht für jeden, aber wir lieben es. Es wurde schnell ganz natürlich für mich und meinen Mann und deshalb denken wir jetzt nicht mehr darüber nach.

Was Sauberbleiben NICHT ist

– Es ist kein frühes Töpfchentraining, nein.
– Es geht nicht darum, ein Kind vorzeitig seine Blase kontrollieren zu lassen, eh-eh.
– Es geht nicht darum, Kontrolle auszuüben. Keine Chance, ha ha

Veröffentlicht von Bianka

Bianka Bensch, 38 Jahre alt, schreibt als leidenschaftliche Bloggerin neben Attachment Parenting unter anderem einen privaten Blog und den Firmenblog eines Auftraggebers. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten draussen in der Natur mit ihren drei Kindern und ihrem Hund.

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