Rezension: Die Wehenschreiberin

Die Wehenschreiberin – Geschichten aus dem Kreißsaal: Als Hebamme hat es Maja Böhler täglich mit einem Kaleidoskop an Menschen in Extremsituationen zu tun: mit Müttern, die unter Presswehen noch WhatsApps schreiben; mit Vätern, die beherzt und splitternackt zu ihrer Frau in die Wanne steigen; mit rasenden Taxifahrern und campierenden Großfamilien. Sie ist Zeugin endloser Vornamensdiskussionen, die in kuriosen Fünf-Wort-Gebilden enden, und hautnah dabei, wenn Paare und Alleinstehende das Wunder der Geburt erleben. Sie erzählt auch von den schwierigen Seiten ihres Berufs, von todtraurigen Schicksalen genauso wie von Bürokratie, Zeitmangel und Erschöpfung. Ein einzigartiger Blick hinter die Kulissen: unverblümt, emotional, mitfühlend und komisch. Das Buch zur Kolumne des SZ-Magazins – mit vielen unveröffentlichten Folgen.

Die Wehenschreiberin

  • Autorinnen: Maja Böhler, Annabel Dillig
  • Verlag:  Goldmann (21. Januar 2019)
  • ISBN: 978-3442159727 *
  • Preis: 10,- Euro

Mit ihrer Kolumne und dem dazu erschienenen Buch eröffnet Maja Böhler einen ganz neuen Blick hinter die Kulissen der Arbeit einer Hebamme. Sie erzählt, genau wie es der Klappentext verspricht, von den schönen und weniger schönen Geschichten, die sie in ihrer Arbeit als Hebamme in einem Krankenhaus erlebt hat

Die Wehenschreiberin

Geburten sind in jeder Hinsicht ein Wunder. Maja Böhler versteht es, uns dieses Wunder in vielen wunderbar erzählten Geschichten näher zu bringen. Ich habe beim Lesen mit ihr gemeinsam geseufzt, geweint, mit ihr gelitten, mich mit ihr zusammen über Missstände aufgeregt und mit ihr gemeinsam geschmunzelt.

Die Geschichten sind kurz und lassen sich sehr gut auch mal zwischendurch lesen. Dennoch sind sie absolut auf den Punkt genau erzählt. Selten habe ich beim Lesen eines Buches so mitgelitten, selten so mitgekichert. Der Erzählstil ist so wunderbar, dass man wirklich das Gefühl hat, alles selbst erlebt zu haben.

Absolute Leseempfehlung

Als Mütter, als Eltern stehen wir im Normalfall auf der anderen Seite der Geschichten in diesem Buch. Umso spannender ist es daher, auch mal Einblicke in die Arbeit der Hebammen zu bekommen. Alle Geschichten, egal wie witzig sie auch immer klingen mögen, drücken dennoch immer die Wertschätzung und den Respekt der werdenden Mutter, der werdenden Familie gegenüber aus.

Doch Maja Böhler geht mit ihrer Kolumne und dem gleichnamigen Buch “Die Wehenschreiberin” noch einen Schritt weiter. Sie erzählt nicht nur Lustiges und Trauriges aus dem Kreißsaal und von anderen Geburtsorten, sondern sie spart auch nicht mit Kritik an der aktuellen Situation der Geburtshilfe. Dabei wird sie in keinem Fall anklagend, sie stellt nur dar, wie es ist und was das für sie als Hebamme und die von ihr betreuten Mütter und Familien bedeutet. Und das beeindruckt tief!

Vielen Dank den beiden Autorinnen, die es wie selten jemand zuvor schaffen, einen Einblick zu geben in einen ganz und gar wundervollen Beruf. Von mir bekommt das Buch 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung für alle (werdenden) Mütter, Väter und Familien.

 


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Veröffentlicht von Bianka

Bianka Bensch ist Journalistin und Social Media Managerin. Sie schreibt als Mutter von drei Teenagern und leidenschaftliche Bloggerin seit 2001 über Attachment Parenting. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten draussen in der Natur.

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