Weitere Verwendungsmöglichkeiten für Muttermilch

Verwendung Muttermilch

Muttermilch ist sozusagen ein Tausendsassa! Neben den im Artikel „Muttermilch und ihre Verwendungszecke“ genannten Möglichkeiten, gibt es natürlich noch viele weitere Ideen, was man damit machen kann, außer das Baby zu stillen.

HINWEIS: Sämtliche Informationen in diesem Beitrag ersetzen nicht den Besuch beim Arzt und stellen keinen medizinischen Ratschlag dar! Anwendung auf eigene Verantwortung!

Muttermilch einfrieren und für Beikost nutzen

Die naheliegendste Möglichkeit ist vermutlich, die Muttermilch einzufrieren. Es gibt extra für diesen Zweck Gefrierbeutel in den großen Drogeriemärkten. Eingefrorene Muttermilch hält sich bis zu 6 Monaten im Tiefkühler und kann dann beispielsweise zum Kochen der Beikost oder zum Anreichern von Brei genommen werden. Auch wenn du vorhast, dein Baby Breifrei aufwachsen zu lassen, kannst du ihm sein Essen damit anreichern.

Muttermilch bei Wunden und Infektionen

Schon in alten Kulturen wie in Ägypten zum Beispiel wurde Muttermilch zur Behandlung von Wunden eingesetzt, wie der Fund alter Papyrusrollen beweist. Vor allem bei Augenentzündungen bei Neugeborenen hilft sie wunderbar. Dies hat inzwischen sogar eine Studie bewiesen. Laut dieser Untersuchung hat Muttermilch nachgewiesenermaßen eine antiinfektiöse und entzündungshemmende Wirkung.

Auch bei Ohrenentzündungen kann Muttermilch helfen. Dazu werden einfach alle paar Stunden ein paar Tropfen davon ins Ohr getropft. Normalerweise beseitigt das innerhalb von 24 bis 48 Stunden die Infektion und ist sicherer und besser als Antibiotika.

Auch bei der Reinigung von Wunden ist Muttermilch ein gutes Hilfsmittel und beugt Infektionen und Entzündungen vor.

Bei vielen Babys kommt es vor, dass der Tränenkanal verstopft. Ähnlich wie bei entzündeten Augen hilft es hier, regelmäßig etwas Muttermilch ins Auge zu träufeln.

Muttermilch gegen Juckreiz

Muttermilch hat eine beruhigende Wirkung auf Juckreiz jeglichen Usprungs. So hilft es, bei Windpocken auf die juckenden Stellen mit einem kleinen Wattebausch Muttermilch aufzutupfen. Dies führt auch zu einer schnelleren Abheilung der Bläschen.

Nach dem Kontakt mit Brennesseln oder Giftefeu und ähnlichen Pflanzen hilft Muttermilch ebenfalls gegen den Juckreiz. Auch hierbei einfach einen Wattebausch damit tränken und sanft auftupfen.

Juckende Insektenstiche werden so ebenfalls beruhigt. Die antiseptische und antibakterielle Wirkung der Muttermilch hilft auch hier beim schnelleren Abheilen.

Auch bei einem Sonnenbrand ist Muttermilch hilfreich. Am besten sanft mit einem Wattebausch aufgetupft hilft sie gegen den Juckreiz, kühlt die Haut, lindert den Schmerz und hilft bei der Heilung.

Wer unter Heuschnupfen leidet, profitiert ebenfalls von der Heilwirkung der Muttermilch. Regelmäßig ein paar Tropfen in die Augen getropft lindert sie den Juckreiz und führt dazu, dass die Augen nicht so gereizt sind.

Muttermilch zur Reinigung

Wer auf Feuchttücher mit Konservierungs- und Duftstoffen verzichten möchte, kann zur Reinigung des Babypopos ebenfalls zum Wundermittel Muttermilch greifen. Zu Hause sind Wasser und Lappen jederzeit bei der Hand, unterwegs jedoch hilft es, eine saubere Ecke der Windel mit Muttermilch zu befeuchten und den Popo damit zu reinigen.

Auch wenn man mit dem Baby im Anhänger mit dem Rad unterwegs ist und beispielsweise die Kette vom Rad springt, kann sich ebenfalls über die gute Reinigungswirkung freuen. Ein paar Tropfen auf die Hände geben und fest reiben. Muttermilch entfernt sogar Fahrradschmiere. Einen Moment sind die Hände danach noch klebrig, doch die Feuchtigkeit zieht schnell ein und die Hände sind danach sauber.

Muttermilch in der Kosmetik

Nicht nur die Haut von Babys macht sie weich und schön, auch Teenager und Erwachsene, die unter Akne zu leiden haben, können sich über ihre heilenden Eigenschaften freuen. Einfach einen Wattebausch mit einer Mischung aus Muttermilch und Kokosöl tränken und betroffene Körperstellen damit abtupfen.

Nach einer schlaflosen oder kurzen Nacht freuen sich auch die roten, schmerzenden Augen von Mama und Papa über Muttermilch. Statt Gurkenscheiben aufzulegen hilft es auch, zwei Wattebäusche mit Muttermilch zu tränken und eine Weile auf die Augenlider zu legen.

Gegen Milchschorf kann es helfen, die Kopfhaut des Babys mit Muttermilch zu betupfen.

Wer keinen Lippenpflegestift zur Hand hat, kann aufgerissene, trockene und spröde Lippen mit Muttermilch einreiben. Die Lippen werden weich und gepflegt.

Babys und Kleinkinder mit Neurodermitis profitieren von der äußerlichen Anwendung von Muttermilch auf den betroffenen Stellen. Dies zeigte eine klinische Studie. Danach wirkt Muttermilch beinahe genauso gut wie eine 1 % Hydrocortison-Salbe.

Sonstige Verwendungszwecke für Muttermilch

Warzen sind unangenehm. Zwei Mal täglich für mehrere Minuten einen mit Muttermilch getränkten Wattebausch aufzulegen kann helfen, diese innerhalb von ein paar Tagen auszutrocknen.

Wer spontan Kontaktlinsenlösung bräuchte, aber keine zur Hand hat, kann seine Kontaktlinsen auch mit Muttermilch reinigen.

Wie aus anderer Milch auch ist es natürlich möglich, Seife aus Muttermilch herzustellen. Diese nährt die Haut und spendet Feuchtigkeit. Hier gibt es zwei Rezepte für Muttermilchseife. Wer Glück hat, findet auch fertige bei Etsy.

Muttermilch kann auch verwendet werden, um Globuli herzustellen. Diese helfen bei verschiedensten Beschwerden. Mehr Informationen bekommst du bei deiner Apotheke oder im Internet.

Wer sehr experimentierfreudig ist und viel Muttermilch übrig hat, findet auf dieser Seite ein Rezept für Käse aus Muttermilch. Das ist sicherlich nicht für jeden etwas, aber der Vollständigkeit halber darf es in dieser Auflistung nicht fehlen.

 

Veröffentlicht von Bianka

Bianka Bensch, 38 Jahre alt, schreibt als leidenschaftliche Bloggerin neben Attachment Parenting unter anderem einen privaten Blog und den Firmenblog eines Auftraggebers. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten draussen in der Natur mit ihren drei Kindern und ihrem Hund.

2 Kommentare

  1. Ich hatte eine ganz furchtbare Rosacea. Nur ein unglaublich teueres Pflegemittel vom Hautarzt hatte etwas geholfen. Mein Mann brachte dann den Tip mit, das Gesicht ausschließlich mit Brustmilch zu reinigen. Es kann sein, dass es darauf ankommt, wiklich keine andere Kosmetik zu nehmen. Die Rosacea ist davon fast völlig weg, obwohl der Hautarzt gesagt hat, dass ich kaum eine Chance hätte.
    Nebenbei: Man kann Glück haben, dass einem die Milch erhalten bleibt, wenn man sie regelmäßig entnimmt. Bei mir ist das zum Glück so. Vielleicht auch, weil er nicht ungerne mithilft 😉

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