TopfFit und das Laufenlernen – gefunden bei Earthmoon

Das Laufenlernen
9-13 Monate
„Nichts geht mehr“

übersetzt durch Friederike Bradfisch

Nach allem, was ich gehört und gelesen habe und nach meiner eigenen Erfahrung mit meinen beiden Jungen, sieht es so aus, als ginge beim Sauberbleiben gar nichts mehr, sobald das Kind mobiler wird und zuhause auf Entdeckungstour geht. Es ist gar nicht ungewöhnlich, dass unterwegs alles bestens klappt, solange man das Kind die meiste Zeit in einem Tuch trägt – aber kaum läßt man es auf dem Boden seine Umgebung erkunden – schon verloren!

Würden wir wie die Urmenschen leben, wäre es egal – warum sollte sich jemand daran stören, wenn das Baby auf den Boden pinkelt? Man würde das Kind einfach anleiten, sein Geschäft immer weiter weg zu erledigen, bis es dies schließlich dort macht, wo die Erwachsenen es auch tun.

Aber hier, in unseren Häusern (oft mit Teppichen) ist es eine weitere Phase. Während Dein Baby intensiv damit beschäftigt ist, krabbeln oder laufen zu lernen (meine Jungen taten beides gleichzeitig – sie krabbelten erst wenige Wochen vor dem Laufen, weil sie den Großteil ihrer Zeit damit verbrachten, sich hochzuziehen :P) bleibt nicht viel Gehirnschmalz für´s Sauberbleiben – oder irgendetwas anderes – übrig. Wenn Deine Fußböden ganz von Unfällen verschont bleiben sollen, benutze während dieser Zeit Windeln zur Sicherheit. Biete dem Kind Alternativen zum in-die-Windel-machen an, rede über das Sauberbleiben (Wenn Du Deine Windel trocken halten willst, sag mir Bescheid, wenn Du mußt, ich helfe Dir. Wenn Du in die Windel machen mußt, werde ich sie sofort wechseln), wenn möglich gib dem Kind nachts die Gelegenheit „sauberzubleiben“, wenn ihr unterwegs seid und biete es an, wenn das Kind erfahrungsgemäß am ehesten darauf eingeht (nach einem Schläfchen etc.) Wenn es zu Spannungen kommt, stecke zurück – je mehr Du drängst, desto mehr Widerstand wird Dein Baby dem entgegensetzen.

Warte geduldig 🙂

Sobald das Laufen gemeistert ist, kehren die MEISTEN Babys zum Sauberbleiben zurück, als hätten sie es nie unterbrochen 🙂 Tatsächlich geht es bei vielen Babies von „KEIN Sauberbleiben“ zum fast unabhängigen Sauberbleiben in wenigen Wochen, wenn sie sich beim Laufen erst einmal sicher fühlen.

Dakota hat zwischen 11 und 12,5 Monaten jeden Versuch ihn abzuhalten VERWEIGERT (außer mitten in der Nacht). Ich dachte, das war´s! Ich habe ihn gewickelt, die Windel gewechselt, sobald sie naß war, habe ermutigend mit ihm gesprochen und es laufen lassen. Wir hatten ein Jahr lang Windeln vermieden, das war gut genug.

Dann fing er mit 12,5 Monaten wieder an, Zeichen zu geben, und mit 14 Monaten hatten wir eine Trefferquote von 100% für das große Geschäft, und wahrscheinlich 80% für das kleine Geschäft, wenn wir zuhause waren, 100% unterwegs. Nur 6 Wochen, nachdem ich aufgegeben hatte! LOL!

Bleib dran – die Zeit zwischen 9 und 13 Monaten ist wirklich die größte Herausforderung beim Sauberbleiben für viele, aber gleich um die Ecke liegt ein großer Sprung in Fähigkeit und Reife 🙂 Immerhin lernt das Kind in dieser Zeit zu laufen und beginnt zu sprechen – GROSSE Entwicklunsschritte, die viel der Gehirnkapazität in Anspruch nehmen! In einigen Wochen wird wieder mehr Hirn für´s Sauberbleiben übrig sein 🙂

Veröffentlicht von Bianka

Bianka Bensch, 38 Jahre alt, schreibt als leidenschaftliche Bloggerin neben Attachment Parenting unter anderem einen privaten Blog und den Firmenblog eines Auftraggebers. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten draussen in der Natur mit ihren drei Kindern und ihrem Hund.

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