Muttermilch und ihre Verwendungszwecke – von Samuelina Wan

(aus „Keeping Abreast“, Ausgabe April/Juni 1999)

Dachtest Du, Muttermilch ist nur dazu da, das Baby zu füttern? Da Muttermilch rein ist und antibakterielle und heilungsfördernde Eigenschaften hat, hast Du jemals an andere großartige Verwendungsmöglichkeiten dafür gedacht?

Hier sind einige, die Du versuchen kannst!

[Anm.: Tauglich für Babys, Kinder und Erwachsene!]

Augeninfektionen / Conjuctivitis („Pink Eye“): Ins Auge tropfen. Anwendung so oft wie möglich bis zur Heilung. Wenn es dem Kind nicht gefällt, Milch ins Auge getropft zu bekommen, mach es während des Schlafens. Einfach auf die Augenfalte auftragen, das Lid leicht öffnen und die Milch reinlaufen lassen.

Wunde/rissige Brustwarzen: Die Warzen damit einreiben und an der Luft trocknen lassen.

Schrammen/Kratzer/Schnittwunden: Die Wunde zuerst mit Muttermilch reinigen; danach Muttermilch auf die Wunde auftragen und an der Luft trocknen lassen. Das ist besonders gut auf Ausflügen, wenn kein frisches Wasser zur Verfügung steht. Wenn die Verletzung an den Lippen oder im Mundbereich ist, ist die Heilung besonders leicht für ein gestilltes Baby oder (Klein-)Kind. Der einfache Vorgang des Stillens beruhigt das Kind nicht nur und lindert seine Schmerzen, die Muttermilch, die an der Wunde vorbeifließt, schließt und verheilt sie auch schneller.

Mückenstiche/Ameisenbisse: Auf den Stich/Biss auftragen und verschmieren. Stoppt den Juckreiz.

Ohrinfektionen: In das entzündete Ohr tropfen.

Akne/Ekzeme/Wunder Po: Die Haut mit klarem Wasser waschen, Muttermilch auftragen und an der Luft trocknen lassen.

Gesichtsreinigung: Muttermilch auf das Gesicht auftragen und sauber wischen. Großartig zum Entfernen von Augen-Make-up!

Babybad: Einfach ins Badewasser geben. Macht die Haut schön zart!

Halsschmerzen/Mundentzündungen: Ein gestilltes Kind kommt in den Genuss der Heilung direkt durch das Stillen. Nicht mehr gestillten Kindern/Erwachsenen hilft es, ein Glas ausgedrückter Muttermilch zu trinken. Es half sogar, als mein 19 Monate alter Sohn Entzündungen im Mund hatte von der Maul- und Klauenseuche. Sein Mund war zu entzündet, um zu stillen, aber ausgedrückte Muttermilch heilte die Entzündungen innerhalb eines Tages.

Verstopfte Nase: In die Nase tropfen und einschnaufen oder reinspritzen wie ein Nasenspray.

Wenn Du ein älteres Kind hast oder einen Gatten, der krank ist, gib ihnen etwas Muttermilch. Sie ist ein großartiger Immunitätsverstärker!

Möchtest du noch mehr Möglichkeiten kennenlernen, wie du Muttemrilch verwenden kannst? Lies die Fortsetzung unter „Weitere Verwendungsmöglichkeiten für Muttermilch„.

Veröffentlicht von Bianka

Bianka Bensch, 38 Jahre alt, schreibt als leidenschaftliche Bloggerin neben Attachment Parenting unter anderem einen privaten Blog und den Firmenblog eines Auftraggebers. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten draussen in der Natur mit ihren drei Kindern und ihrem Hund.

5 Kommentare

  1. Ich kann euch wirklich nur empfehlen die Anwendung von Muttermilch bei einem verstopften Tränen-Nasenkanal zu versuchen.
    Nachdem bei meinen beiden ersten Kindern unter Vollnarkose im Babyalter der Tränen-Nasenkanal sondiert wurde, wollte ich bei meinem dritten Kind unbedingt etwas anderes probieren. (Sondierungen ohne Vollnarkose sind sehr schmerzhaft) Eine Befreundete Mutter hat mir dann geraten das Auge meiner Tochter mit Muttermilch zu spülen- und siehe da, es half! einmal gespült- starkes abklingen des eitrigen Ausflusses, zweites Spülen-Komplett Beschwerdefrei.OP haben wir uns diesmal gespart und Mama und Baby sind glücklich!!!

  2. Man muß nur schauen welche medien sich gegen die Muttermilch aussprechen ( Bild, Stern RTL usw)
    Alleine das sagt mir das die Muttermilch wahrscheinlich ein wunder Heilmittel sein muss.
    Ärzte sagen uns nicht die Wahrheit oder kennen sie oft selbst nicht. Wen sie uns nähmlich sagen würden das natürliche Lebensmittel mehr für unsere Gesundheit tun, dan hätten sie bald keine Arbeit mehr.

  3. @Sunflower
    Das Wasser mag in Deutschland ab Klärwerk sauber sein, aber die meist veralteten Rohrleitungen durch die das Wasser bis zu dir in den Wasserhahn fließt sind es nicht.
    Durch langes Stehen von Wasser in Leitungen erhöht sich die Keimzahl darin. Für gesunde Menschen ist das kein Problem. Für ein Baby ist das gefährlich.
    Nicht umsonst werden Babyflaschen ausgekocht und nicht nur gespült. Und Wasser für Babynahrung soll auch abgekocht werden.
    Dies zu empfehlen und dann zu sagen träufel dem Baby das Leitungswasser ins Auge find ich paradox.
    Gerade bei einer bestehenden Entzündung sollte größtmöglich keimarm gearbeitet werden, um den Organismus nicht zusätzlich zu schwächen.
    Muttermilch erscheint mir da sauberer.
    Ich kann aber auch verstehen, dass man sich dabei unwohl fühlt, würde aber dann eher zu NaCl 0,9%, also physiologischer Kochsalzlösung aus der Apotheke raten. Nimm besser kein Leitungswasser.
    Und du kannst es ruhig auch mit je einem Tropfen Muttermilch versuchen. Es hilft wirklich.

    Viele Grüße
    Steffi
    (Gesundheits- und Krankenschwester)

  4. Hallo,

    ich war eben wegen Bindehautentzündung/eitrigem Auge mit meinem Sohn beim Kinderarzt und das erste was mein Arzt mir erzählt hat war, dass ich auf keinen Fall Muttermilch ins Auge spritzen/tröpfeln soll, da die Muttermilch den Kanal zwischen Nase und Auge verstopft…

    Seiner Meinung nach sollen wir das gute, sauber Wasser nutzen, welches hier in Deutschland aus den Leitungen kommt. Muttermilch sollte man wirklich nur dann nutzen, wenn man keinen Zugang zu sauberer Flüssigkeit hat, um das Auge auszuwischen.

    Was meint ihr dazu?

    Viele Grüße,
    Sunflower

    • Liebe Sunflower,

      ich bin keine Ärztin, aber dass Muttermilch den Tränenkanal verstopfen würde, habe ich noch nie gehört. Im Gegenteil, manchmal wird sogar empfohlen, gerade bei einem verstopften Tränenkanal Muttermilch ins Auge zu träufeln wegen ihrer heilenden und entzündungshemmenden Wirkung.
      Ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, warum sie ausgerechnet den Tränenkanal verstopfen sollte. Die Milchkanäle, aus denen sie rauskommt, verstopft sie doch auch nicht und ebensowenig die Poren, wenn man sie einem Baby auf eine Wunde träufelt.

      Liebe Grüße,
      Bianka
      attachment-parenting.de

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