Es ist alles nur eine Phase!

Kennt ihr das? Euer Kind schläft schlecht. Oder es schläft immer noch bei euch im Bett. Oder es schläft noch nicht durch. Oder es kann noch nicht laufen. Oder noch keine Drei-Wort-Sätze sprechen. Oder noch nicht alleine aus einem Becher trinken. Oder es hat Probleme in der Schule. Oder es weint ständig. Oder es ist gerade jeden Tag traurig ohne ersichtlichen Grund. Oder… oder… oder… Ihr wollt diesem kleinen Wesen so gerne helfen, es trösten, ihm beistehen, ihm etwas beibringen das es noch nicht kann.

Als erfahrene Mutter weiß ich inzwischen: Es ist alles nur eine Phase!

Fotocredit: sassi  / pixelio.de

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Viele dieser „Probleme“ sind eine ganze Weile lang in unserem Leben so akut, dass es kaum ein anderes Gesprächsthema für uns gibt. Wir sorgen uns, wir kümmern uns – und wir werden auch noch ständig von außen darauf angesprochen. Ich rede jetzt nicht von irgendwelchen schwerwiegenden Entwicklungsverzögerungen oder von wirklichen Problemen, die ein Kind hat. Auch das gibt es. Davon rede ich nicht und die sind auch wirklich oft genug Grund für Sorgen. Aber ob ein Kind mit 9 Monaten oder mit 18 Monaten die ersten Schritte gemacht hat, ob es mit 2 Jahren oder mit 3 Jahren gesprochen hat, ob es mit 2 oder 4 Jahren sauber war…

So akut dieses Problem auch in der jetzigen Phase ist, so egal wird es in der Zukunft sein. Es interessiert irgendwann einfach nicht mehr. Sie haben alle laufen gelernt. Sie sind alle aus Mamas Bett ausgezogen. Sie haben sich alle abgestillt. Sie tragen alle keine Windel mehr. Und so weiter.

Es ist alles nur eine Phase!

Manchmal frage ich mich, ob wir nicht alle furchtbar übertreiben mit unserem bewussten Gestalten des Erziehungs- und Entwicklungsprozesses. Wir machen einfach zu viel. Wir wollen zu viel. Wir sorgen uns zu viel. Wir überanstrengen uns furchtbar. Klar, wir wollen alles richtig machen, aber vielleicht sind es gerade die kleinen Fehler, aus denen wir und unsere Kinder am meisten lernen.

Begleiten wir unsere Kinder doch einfach durch ihre Entwicklungsphasen hindurch. In aller Ruhe. Vermitteln wir ihnen in allen Phasen Ruhe und Geborgenheit und das Gefühl, dass sie jederzeit bei uns willkommen sind, egal, was sie angestellt haben oder gerade durchmachen. Dann sind diese Phasen weder für uns noch für unsere Kinder so akut und schlimm, wie wir sie empfinden, wenn wir uns ständig nur sorgen. Oft läuft unser Leben nämlich genau dann am besten, wenn wir uns einfach zurücklehnen, annehmen was uns erwartet und einfach mit unserem Herzen und unserer Seele da sind.

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Veröffentlicht von Bianka

Bianka Bensch, 38 Jahre alt, schreibt als leidenschaftliche Bloggerin neben Attachment Parenting unter anderem einen privaten Blog und den Firmenblog eines Auftraggebers. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten draussen in der Natur mit ihren drei Kindern und ihrem Hund.

1 Kommentar

  1. hi bianca,

    da hast du recht. alles nur eine phase, das kann ich als ebenfalls erfahrener vater auch bestätigen:-)

    servus aus münchen und gruß an deinen mann
    arvid

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