Was Attachment Parenting bedeutet – von Dr. W. Sears

Bevor wir die Grundlagen des Attachment Parenting untersuchen, ist es wichtig, dass Sie wissen, was es bedeutet, „attached“, also verbunden zu sein.

ATTACHMENT VERSTEHEN
Sie werden den Begriff „Attachment“ auf dieser Seite recht häufig finden, denn, kurzgesagt, es ist vielleicht der wichtigste Begriff im Elternsein.

Attachment ist ein spezielles Band zwischen Eltern und Kind; ein Gefühl, dass Sie wie ein Magnet zu Ihrem Kind zieht; eine Beziehung, die, wenn sie ganz tief empfunden wird, die Mutter fühlen lässt, dass das Baby ein Teil von ihr ist. Dieses Gefühl ist so stark, dass, zumindest in den ersten Monaten die ‚verbundene‘ Mutter sich komplett fühlt, solange das Baby bei ihr ist und sie fühlt sich unvollständig, wenn sie voneinander getrennt sind.

Wir werden oft den Begriff Mutter-Kind-Verbindung verwenden, nicht, um den Vater auszuschließen, sondern weil, zumindest in den ersten Monaten in den meisten Familien die Mutter-Kind-Verbindung offensichtlicher ist. Das bedeutet nicht, dass ein Vater nicht auch eine tiefe Verbindung mit dem Kind bekommen kann, aber es scheint oft eine andere Art von Verbindung zu sein – nicht besser oder schlechter als die der Mutter, einfach anders.

Attachment bedeutet, dass eine Mutter und ihr Kind miteinander harmonieren. Mit dem Baby in Einklang sein ist eines der erfüllendsten Gefühle, das eine Mutter sich erhoffen kann. Beobachte eine Mutter und ihr Kind, die ‚verbunden‘ sind (in Einklang). Wenn das Baby ein Zeichen gibt, wie Schreien oder einen bestimmten Gesichtsausdruck, das ein Bedürfnis anzeigt, antwortet die Mutter, weil sie für die Signale des Babys offen ist.

Anfangs mögen ihre Antworten und Reaktionen ein wenig angestrengt wirken und nicht immer das sein, was das Baby braucht. Aber wenn das Mutter-Baby-Paar diese Signal-Antwort-Interaktion hunderte Male übt, wird diese Signal-Antwort-Verbindung im Laufe der Elternschaft immer natürlicher und harmonischer. Das Baby beginnt, die Antwort vorherzusehen, die seine Mutter geben wird und wird so motiviert, noch mehr Zeichen zu geben, da es lernt, dass es eine vorhersehbare Antwort bekommen wird. Dadurch, dass das Baby der Mutter die Rückmeldung gibt, dass ihre Zuwendung willkommen ist, genießt das Mutter-Baby-Paar einander mehr. Sie gewöhnen sich aneinander.

Eine ‚verbundene‘ Mutter erzählte uns: „Ich fühle mich absolut abhängig von ihr“ – was meinte, dass die Mutter sich ‚richtig‘ fühlte, wenn sie mit dem Baby zusammen war und ’nicht richtig‘, wenn sie getrennt waren.
Sie werden es merken, wenn Sie dieses ‚verbundene‘ Gefühl mit Ihrem Baby bekommen. Wenn Ihr Baby schreit und Sie antworten aus Ihrem Herzen heraus mit einer natürlichen und nicht gezwungenen Antwort, sind Sie verbunden. Wenn Ihr Baby Ihnen ein Signal gibt und Sie reagieren mit einem Gefühl von Richtigkeit bezüglich Ihrer Antwort, sind Sie auf einem guten Weg, ein ‚verbundenes Elternteil‘ zu werden.

Überprüfen Sie von Zeit zu Zeit Ihren Empfindlichkeits-Index. Wenn Sie zunehmend einfühlsam für Ihr Baby werden:

  • stört es Sie, wenn Ihr Baby schreit. Sie fühlen mit Ihrem Baby in Zeiten mit Koliken. Sie werden ‚verbunden‘.
  • sind Sie gewillt, ausgedehnte Beruhigungsmaßnahmen durchzuführen, wenn Ihr Baby unruhig ist. Sie werden ‚verbunden‘.
  • lernen Sie, die Bedürfnisse des Babys vorherzusehen. Ein Gesichtsausdruck, wie beispielsweise eine Grimasse, geht einem Schrei voraus. Sie reagieren bereits auf der Stufe der Grimasse, bevor Ihr Baby schreien muss. Sie werden ‚verbunden‘.
  • werden Ihre Reaktionen natürlicher; sie geschehen intuitiv. Anstatt eine Wissenschaft aus den Schreien Ihres Babys zu machen und Gehirnverrenkungen zu machen (Werde ich es verderben? Manipuliert es mich?), reagieren Sie einfach natürlich und fühlen die Richtigkeit Ihrer Reaktion. Sie werden ‚verbunden‘.

Original

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Veröffentlicht von Bianka

Bianka Bensch, 38 Jahre alt, schreibt als leidenschaftliche Bloggerin neben Attachment Parenting unter anderem einen privaten Blog und den Firmenblog eines Auftraggebers. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten draussen in der Natur mit ihren drei Kindern und ihrem Hund.

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