Ein Lehrergespräch mit unerwartetem Ausgang

Lehrergespräch

Nun muss ich endlich berichten von meinem Gespräch, das ich vergangenen Donnerstag mit der Lehrerin meiner Tochter hatte. Die Vorgeschichte hat zu meiner Blogparade Schule digital geführt. Noch mal kurz: Meine Tochter hatte die Lektüre für Deutsch (5. Klasse Gymnasium) auf dem E-Book-Reader statt als Printausgabe dabei und es gab ein wenig Stress deshalb. Ich wollte gerne auch die „andere Seite“ hören und hatte daher einen Termin mit der Lehrerin vereinbart.

Die Lehrerin klärte erst einmal auf, dass das Tochterkind keinen Strich bekommen hätte. Da hat die Kleine wohl in der Aufregung etwas falsch verstanden. In ihrem E-Book lesen durfte sie aber trotzdem nicht, sondern musste bei der Banknachbarin mit reinschauen. Allerdings hat sich die Lehrerin selber schon Gedanken gemacht, dass sie wohl ein wenig zu heftig reagiert hätte und dem Kind gegenüber ein wenig unfair/unwirsch war. Das hätte sie schon im Anschluss gleich gemerkt, dass sie da ein wenig zu heftig vorgeprescht war und das Kind verstört hatte.

Die Schulregeln besagen, dass E-Book-Reader wie alle anderen bild-, ton- und schriftgebenden Medien verboten sind. An diese Regeln müssen sich alle Kinder halten. Ausnahmen können gewährt werden, wenn jemand für eine GFS oder etwas in der Art einen Laptop oder ähnliches braucht. Ansonsten stehen diese Regeln nun mal fest. Zu den Gründen brauchten wir nicht diskutieren, sie hat die Regeln ja nicht gemacht, sondern muss sie nur durchsetzen…

Die Lehrerin war aber gerne bereit, eine Ausnahme zu machen und der Schulleitung mitzuteilen, dass meine Tochter statt mit einem Printbuch mit dem E-Book-Reader auf dem Schulgelände rumläuft. Und sie bedankte sich, dass ich das Thema zur Diskussion gebracht habe. Im Lehrerzimmer würde nun schon eifrig diskutiert, wie nah man denn mit diesen Regeln noch an der Lebenswirklichkeit sei. Und auch für die nächste Fachschaftssitzung Deutsch hätte sie das Thema bereits als Diskussionspunkt eingebracht.

Ich bin gespannt, wie sich unsere Schule in Hinblick auf die Digitalisierung in den kommenden Jahren verändern wird. Unsere Nachbarin ist Lehrerin an einer Gemeinschaftsschule, an der durch einen Wechsel in der Leitung ganz viele tolle neue Medien und Ideen in die Schule kamen. Vielleicht geht es uns ja auch so, wenn am ende des Schuljahres der langjährige Rektor in den Ruhestand geht und ein neuer Schulleiter mit neuen Ideen an die Schule kommt. Ich werde berichten!

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Veröffentlicht von Bianka

Bianka Bensch, 38 Jahre alt, schreibt als leidenschaftliche Bloggerin neben Attachment Parenting unter anderem einen privaten Blog und den Firmenblog eines Auftraggebers. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten draussen in der Natur mit ihren drei Kindern und ihrem Hund.

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